Therapien & Ablauf
In meiner Praxis führe ich Einzel – und Gruppentherapien durch. Als Richtlinienverfahren vertrete ich die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TfP).
Die TfP gehört neben der Verhaltenstherapie, der Analytischen Psychotherapie und der Systemischen Therapie zu den sogenannten Richtlinienverfahren, die aktuell von den Kassen akzeptiert und deren Kosten übernommen werden.
Zu Beginn der Therapie werde ich mich bei Ihnen über Ihre Symptome informieren, über soziale Umgebungsbedingungen wie Familie und Beruf, aber auch darüber, wie Sie aufgewachsen sind. Dies dient dazu herauszufinden, ob eine durch mich und meine Kompetenz behandelbare Störung vorliegt. Es ist nämlich auch möglich, dass Ihre Störung durch ein anderes Richtlinienverfahren den Empfehlungen entsprechend bessere Erfolgsaussichten verspricht. Hierüber werde ich Sie ausführlich aufklären, ebenso wie darüber, was das Wesen der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und ihrer Interventionen ist. Zudem geben die ersten Stunden uns beiden aber auch die Gelegenheit herauszufinden, ob wir zueinander passen, genauso wie es zu klären gilt, ob Sie besser in einer Einzel– oder in einer Gruppentherapie aufgehoben wären.
Obgleich die therapeutische Beziehung schon mit der ersten Stunde beginnt, fängt die Psychotherapie formal mit der erfolgreichen Beantragung der Leistungsübernahme durch Ihre Krankenkasse an. Dies kann als Kurzzeit – oder Langzeittherapie und als Einzel– oder Gruppentherapie stattfinden.
Als Therapeut stehe ich an Ihrer Seite. Neben der Schweigepflicht bin ich auch zur Neutralität verpflichtet. Ich werde Sie nicht verurteilen oder herabsetzen, egal wie Sie sich zu den für Sie wichtigen und belastenden Themen äußern.
In der Gruppe gilt für alle eine Schweigepflicht. Diese wird von allen im Rahmen einer allgemeinen Gruppenaufklärung, die auch wichtige Verhaltensregeln erläutert, unterschrieben.
Ich kann Ihnen nicht verbieten, über die Therapieinhalte mit Dritten (Ehe- oder Lebenspartner, Freunde, Eltern) zu reden. Gleichwohl empfehle ich Ihnen ausdrücklich, dies nicht zu tun, da das den Therapieerfolg negativ beeinflussen kann. Letztlich dient es auch Ihrem eigenen Schutz.
Psychokardiologie
Die Psychokardiologie vereint die Kenntnisse um ihre Herzerkrankung (z.B. Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Herzoperationen) mit den möglichen Folgen und Auswirkungen auf die seelische Verfassung. Hierbei wird nicht selten die seelische Komponente zu einem dominierenden Faktor. Als langjährig tätiger Kardiologe kann ich Ihre Herzerkrankung in ihren Symptomen, ihrer Schwere, der Therapie und Prognose einordnen und sie in einem Zusammenhang mit ihrer seelischen Verfassung sehen. Hier verfüge ich in der Kombination aus Kardiologie und Psychotherapie über eine besondere ärztliche Kompetenz. Für Patienten aus diesem Krankheitsspektrum biete ich vornehmlich die Teilnahme an einer interaktionellen Gruppe an.
Sich der Verantwortung bewusst zu sein heißt, dass man sich bewusst ist, dass man sein eigenes Selbst, sein Schicksal, sein Lebensdilemma, seine Gefühle, wenn es der Fall ist, sein eigenes Leiden erschafft.
Irvin D. Yalom